Archiv der Kategorie: Vorurteile

Über das richtige Feiern von WG Partys

Justice vs. Simian ‚We Are Your Friends‘

Deichkind : Krawall und Remmidemmi

Zur Inspiration ganz normal ausgeflippter ZU Feiern und der destruktiven Wirkung einer „Work hard, Party hard“ Kultur

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Video Time 4: Wie geil ist das denn?

Sketch des Düsseldorfer Kommödchens anlässlich des Henri Nannen Preises 2008 am 8. Mai im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg

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Amok

Eine 16jährige wurde zu 5 Jahren verurteilt, nachdem ihr Amoklauf vereitelt wurde.

«Im Schulministerium stehe den Lehrern, so Silbernagel, immer ein professioneller Ansprechpartner zur Verfügung, der aus der Ferne beurteilen könne, ob ein Hinweis ernst zu nehmen ist. „Das Täterprofil ist ja inzwischen bekannt: Männlich, mindestens zwölf Jahre alt, die Möglichkeit an Waffen zu kommen.“ Silbernagel schränkt aber ein: „Sie kommen nicht aus zerrütteten Familien und haben auch Freunde – das macht es gleichzeitig auch schwer, sie zu erkennen.“«

via Urteil nach vereiteltetem Amoklauf: Fünf Jahre Freiheitsstrafe für 16-Jährige – Panorama – WDR.de.

Es fällt auf: Journalist und Politiker/Beamter produzieren hier akuten Schwachsinn. Schön. Ja, das Täterprofil ist bekannt – aber unzutreffend. Rasterfahndung mit 0% Trefferwahrscheinlichkeit.

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Eingeordnet unter Beobachtung, Medien, Politik, Vorurteile

Genetik und anderer Humbug

Welchen biologischen Sinn das haben könnte, haben Primatenforscher jetzt bei wilden Japanmakaken beobachtet Primates, online. Im ersten Fall kümmerte sich ein 24 Jahre altes Weibchen, genannt GM1, um ihre zwei Monate alte Enkelin, als die Mutter eine Woche lang spurlos verschwand. Die Oma, die schon seit sechs Jahren keine Kinder mehr zur Welt gebracht hatte, kraulte das Baby und ließ es sogar an ihrer Brust nuckeln. Tags trug sie ihre Enkelin auf dem Rücken, wenn sie den Anschluss an die Familie zu verlieren drohte. Nachts kuschelte sie sie in ihr warmes Bauchfell und bewahrte sie so vor dem Erfrieren. Als die Mutter nach sechs Tagen zurückkehrte, war das Affenmädchen zwar stark abgemagert, weil aus der Brust der Oma keine Milch mehr gekommen war, hatte jedoch die Zeit ohne Mutter überlebt.

Die Beobachtung stützt nach Ansicht der Forscher die so genannte Großmutter-Hypothese. Demnach ist es der biologische Sinn von Omas, bei der Aufzucht der Enkel mitzuhelfen. Vorteil für die Großmutter: Je mehr Kinder ihrer Kinder überleben, umso mehr ihrer eigenen Gene werden weitergegeben.

via Oma ist die Beste – jetzt.de – Leben – jetzt.de.

Kommentar: Super sofort einsichtig, nicht? Ich mein: Klar, geh mal zu deiner Oma und sag ihr: Wenn du auf mich aufpasst, dein benefit ist die Verteilung und Sicherung deiner Gene! Also los, Windeln wechseln! Klarer Fall, für den sich eine genetische Erklärung eignet. Der Sinn der Großmutter ist es nicht (war von mir bislang fälschlich angenommen worden) die Mutter zu gebären – nein! – sie soll die Enkel mit aufziehen. Jetzt (.de) wissen wirs mal wieder.

Oh ja und: Weder international bekannter Forscher noch Journalist sein verhindert akute Dummheit. Schöne Beispiele für beides finden sich immer Tagesaktuell auf jetzt.de

 

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Bänker

Ein paar Bänkerwitze (SZ):

● Was ist der Unterschied zwischen einem Investmentbanker und einer Pizza?
Die Pizza kann eine vierköpfige Familie ernähren.
● Wie heisst das neue Lieblingslied der Topbanker? «My Boni is Over the Ocean».
● Wie viele Aktienhändler sind notwendig, um eine Glühbirne zu wechseln?
Zwei. Einer lässt die Birne fallen, der andere versucht sie zu verkaufen, bevor sie abgestürzt ist.
● Was ist Optimismus? Wenn ein Investmentbanker sich am Sonntag fünf frische Hemden bügelt.
● Sagt der Investor: «Ich schlafe wie ein Baby – ich wache jede Stunde auf und heule.»
● Klagt der Investor: «Diese Krise ist schlimmer als eine Scheidung. Ich habe die Hälfte meines Besitzes verloren und bin immer noch verheiratet.»
● Ein Mann ging zur Bank und sagte: «Ich möchte ein kleines Unternehmen gründen.» Sagt der Bankmanager: «Kaufen Sie ein grosses und warten Sie ein paar Tage.»

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Berlin-Brandenburg

Und etwas über die Seelenverfassung des Berliners: Link

Zitate:

„Für die Deutschen ist Bionade als Soft Drink gerade erste Wahl. Im Prinzip ist das sogar der einzige Soft Drink, den man sicher in der Öffentlichkeit trinken kann, ohne dabei zu riskieren, für einen Ausländer des falschen Typs gehalten zu werden. Man muss wissen, für die Deutschen ist Bionade nicht einfach eine Möglichkeit, den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen, sondern eine Formel, die die drei Lieblingsideologien der Deutschen (Anti-Amerikanismus, Umweltbewusstsein und Globalisierungskritik) in eine retrodesignte, wiederverwertbare Flasche packt. Dabei gesehen zu werden, wie man Bionade trinkt, während man vor einer coolen Bar in, sagen wir, Prenzlauer Berg sitzt, ist ein allgemein akzeptiertes Lebensziel in Deutschland.“

Mit den Deutschen verhalte es sich nämlich so, dass sie das Auto zwar erfunden haben und es bis heute in alle Welt verkaufen, trotzdem gebe es unter Deutschen nur eine einzige Möglichkeit, sich gegenüber Autos zu positionieren: Die entschiedene Aversion. „Das ist vor allem dann wahr, wenn man ein Date hat. Deine zukünftige Freundin/deinen zukünftigen Freund mit einem Auto abzuholen, lässt dich wie die langweiligste, spießigste Person auf der Erde aussehen und weckt bei ihnen Erinnerungen an ihre übereifrigen Väter. Statt die Zeit bis zum Sex zu verkürzen, wie das in ungefähr jedem anderen Land der Fall ist, wird der Besitz eines Autos in Deutschland dein Sexleben endgültig ruinieren.“

„Ich schätze, Ausländer fallen nicht so leicht auf die Hypes rein, die von der Mitte-Meute erzeugt werden. Sie sehen das wirklich Besondere an Berlin und verschwenden nicht so viel Energie darauf, durchzudrehen, wenn ein American-Apparel-Laden in der Neuen Schönhauser aufmacht. Diese unübersichtliche Hipness-Hierarchie, die in Berlin immer so bestaunt wird, ist genau dieselbe, die man in New-York-Williamsburg oder London-Shoreditch oder jeder anderen größeren Stadt der westlichen Welt findet. Der Mangel an Reflektion ist überall gleich, nur die Accessoires unterscheiden sich. Wenn du zum Beispiel in Brooklyn hip sein möchtest, musst du Pabst-Blue-Ribbon-Bier trinken, was furchtbar schmeckt. In Berlin ist es eben Bionade. Oder wenn du zeigen willst, dass du ein entrückter, intellektueller Künstler bist, würdest du in Williamsburg eine Nerd-Brille und einen Filzhut tragen, in Berlin gibt es dafür den Bart-Schal-Chucks-Look. Meine Inspiration sind vor allem die Unterschiede, die ich zwischen meinen Kollegen und meinen Freunden feststelle. Die Leute aus meiner Firma sind Mitte Dreißig, ziehen Kinder groß und haben einen guten Job. Meine Freunde finden das zu begrenzt und wollen frei und kreativ sein und dabei merken sie nicht, dass sie in genau so einem streng-hierarchischen System festhängen. Nur dass das vollkommen widersprüchlich ist und keine nachvollziehbaren Regeln hat.“

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Westlicher Fundamentalismus

Ausstellung im Ethnologischen Museum Berlin: „Vom Imperialismus zum Kommunikationszentrum? – Zur neuen Rolle des Museums als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und nicht-westlichen Gesellschaften“.

So viel zum Orientbild. Oder genereller: Wir und der Rest der Welt. Wie deprimierend, wenn man gerade aus Istanbul wieder gekommen ist und die Exkursionsteilnehmer ganz neue Seiten der türkischen Kultur entdeckt haben. Nach berlin kann man sie zur Vorurteilsresozialisierung schicken.

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Eingeordnet unter Beobachtung, Berlin, Geisteswissenschaften, Kulturwissenschaft, Vorurteile