Archiv der Kategorie: Bern

Letztens in der Schweiz 3

  • Hochdeutsch sprechen hier nur afrikanisch und türkisch aussehende Personen. Einheimische scheinen damit Probleme zu haben.
  • Der Preis für einen Liter Vollmilch liegt bei umgerechnet 92 Cent.
  • Probleme bei der Wohnungssuche, weil die Kleinanzeigen schwer verständlich sind: Zimmer unterm Estrich frei oder eine Mansarde. Suchen einen aufgestellten Mitbewohner, parkieren vor dem Haus möglich. Und was zum Teufel ist eine Pendenzenliste?
  • Im Supermarkt: Keine Preisschilder. Preise befinden sich klein neben dem Barcode. Preisbewusstes Einkaufen? Preisvergleich? Fehlanzeige.

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Letztens in der Schweiz 2

Direkt unten am Fluss in Bern, neben dem kostenlosen Freibad gibt es einen Aldi. Es ist ein Aldi für Eingeweihte. Die ersten Male bin ich immer daran vorbei gefahren, ohne ihn zu bemerken. Das heißt, an sich habe ich das Aldi Schild gesehen und das Parkhaus und mir gedacht, dass er wohl irgendwo in der Nähe ist. Als ich dann einmal baden war und gerade auch etwas einkaufen wollte, ohne noch einmal in die Altstadt zu fahren habe ich es dann versucht. Zunächst sehr erfolglos mit um den Block fahren. Zwei Mal. Kein Aldi zu sehen. Nirgends. Dann habe ich mich vor das Aldischild gestellt und die Leute beobachtet. Autos fuhren in das Parkhaus. Da! Leute mit Tüten kommen aus einem Fahrstuhl. Ich also ab zum Fahrstuhl. Aha! Der Aldi befindet sich auf einer höheren Etage. Nur welche? Kein Schild vor oder im Fahrstuhl. Glücklicherweise traf ich dann eine Frau, die mir weiterhelfen konnte, nachdem ich bereits beschlossen hatte alle Etage auszuprobieren. Dann nur noch durch verschiedenste Glastüren einmal in einem Dreiviertelkreis und schon war ich in einem gut versteckten und sehr leeren Aldi. Kleinigkeit!

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Letztens in der Schweiz 1

Ich komme in der Schweiz an und verstehe niemanden mehr. So viel zur einheitlichen Sprache der „deutschsprachigen“ Länder. Nordlichter haben im Süden keine Chance. Ich laufe etwas orientierungslos über den Flughafen und suche erfolglos einen Mülleimer. An der Bushaltestelle will ich meine Schweizer Franken verwenden, der Automat nimmt aber keine Scheine – aber Euromünzen. Ich habe Glück und finde welche.

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Besuch bei Brainstore

In der Schweiz habe ich einen Besuch bei Brainstore gemacht und in Funktion eines Betroffenen an einem Ideenworkshop teilgenommen. Gerade im Vergleich zu den Erfahrungen bei Zephram in Magdeburg und bei Atizo in Bern war der Besuch sehr interessant. Was können die Leute von Brainstore nun besser? Immerhin sind sie deutlich teurer als ihre Konkurrenten. Die Antwort ist einfach: Inszenierung.
Gleich in der Eingangshalle findet der Teilnehmer mehrere neue iMacs, Fahrräder, Snacks, Getränke, Gimix und eine mit Rauch gefüllte gusseiserne Badewanne rund um einen Counter. Die Einrichtung war am gesamten Workshop das beste. Zunächst hatten es mir ganzen Merchandiseartikel angetan. Es gab eine Schallplatte mit Musik für Kreativworkshops, Aufkleber, Vorlagen zur Ideenbewertungen, It‘s possible Banner, Trendscoutüberraschungstüten, Tuschkästen, Knetmasse, Bastelsets, T-Shirts, usw. usf. Alles im der Hausfarbe knallgelb.
Der Workshop und seine Ergebnisse waren eher enttäuschend. Ich hatte mehr erwartet als ich von Zephram und meinen eigenen Versuchen gewöhnt war. Das wurde nicht geliefert. Die Methoden und die Reibungslosigkeit des Ablaufs waren gut. Sie hatten ThinkPads für alle Teilnehmer zur Ideenerfassung und fertig geschnittene Magazine eingeschweißt gemeinsam mit Stift und Notizblättern für Collagenarbeit. Aber insgesamt war es übercomputerisiert, auch wo keine Computer eingesetzt wurden. Es war eine Ideenmaschine. Es fehlte die Seele, die Inspiration, Genialität, Kreativität. Was deutlich zu kurz kam war die gegenseitige Anregung. Meiner Erfahrung nach sind aber gerade Kombination und Weiterentwicklung zentrale Schritte. Für mich blieben die entstandenen Ideen zu farblos, bemüht cool oder komplett absurd. Zumindest zu weit vom guten Umsetzungsvorschlag entfernt. Ich hoffe die Auftraggeber sahen das anders. Ich bin sicher es war teuer.
Mein Problem ist, dass man über Inszenierung und Preis auch Erwartungen steuert und ich mich inzwischen klar frage, ob Brainstore diese Erwartungen nicht systematisch enttäuscht und den Markt abgräbt und nur verbrannte Erde hinterlässt. Für mich hatten die Ideen und der Workshop den Charakter von Motivationsveranstaltungen für die Mitarbeiter, die hinterher Ideenschlangen für das Büro produzieren – nicht Innovationen.

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Bern, Wohnungen

Während meines Praktikums in Bern habe ich zunächst ein paar Nächte bei Christian geschlafen, dem die Open Innovation GmbH mit gehört und dann eine Nacht bei Reto, ein anderer Mitgründer. Danach bin ich jeweils etwa einen Monat in 2 WGs untergekommen. Die ersten drei Fotos sind aus der ersten WG, die letzteren beiden aus der zweiten. Beim Kühlschrank auf den Pizza-magneten achten… Am Ende war ich dann wieder ein paar Nächte bei Christian. Hinterher war aber auch gut mit Umziehen…

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Bern

Bern – drei Stadtfotos aus der Altstadt und dann noch ein wunderschönes Magazin (Sniper) und der Tourguide für die Altstadt, alles Weltkulturerbe. Stilecht gibt es deshalb einen iPod für 5 CHF. Ich habe mich gefragt wie hoch der Schwund wohl ist…

Leider hab ich keine Bilder vom Freibad an der Aare, aber das ist so wunderschön… *träum*

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Der Berg ruft

Ab in die Schweiz! Einmal nach Bern für ein paar Wochen, Praktikum machen. Das passt dann auch schön zu meinem Abschlussarbeitsthema: Open Innovation. Und dann Mitte September wieder an den See und schreiben, schreiben, schreiben. Jetzt erstmal: Von Bernau bei Berlin nach Bern.

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