Archiv der Kategorie: Amerika

Kalte Medienanalyse eines heißen Gegenstandes (Nelly »Hot in here«)

Popular Culture Seminarvorbereitungen können seltsam sein. Habe mir ein Buch ausgeliehen (Keazor/Wübbena, Video thrills the radio star, 2007, transcript) und den Abschnitt zu Nelly „Hot in here“ gelesen. Dann geschaut wo Macht- und Genderkritik auftauchen. Fehlanzeige. Das Buch ist eine technische, maximal noch intertextuelle Analyse von Medienprodukten. Methodisch gut, nur: So what? Das Video hat mehr als nur die im Buch angesprochene Differenz zwischen erster und zweiter Videoversion.
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Mootopia: Got Milk?

Milch macht schöne Haare:

Das ist ja fast wie die Milchoper: https://arkaden.wordpress.com/2009/10/26/milchopern/

So viel schöner und absurder als die deutsche Milchwerbung.

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Urban Gardening taken to the next level

„The greening of Detroit“ und Gärten in postsozialistischen schrumpfenden Städten sind ja bekannt. Hier nun ein Produkt, das aus der in den USA nicht ganz seltenen Angst vor Krisen und Krieg Profit schlägt. Wo es ohnehin ein Faible für Privatbunker und Lebensmittellager sowie Suvivaballs gibt, da kann man sich jetzt auch die Pflanzensamen für die nächste große Depression kaufen. Das ist Kultur im wörtlich römischen Sinne: Ackerbau.

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Kaffee die 2.

Kaffeekultur die Zweite. Leider wieder nur verlinkt und ohne direktes Video, weil wordpress die Möglichkeiten einschränkt welche Videos man einbinden kann.

Kaffee gibt es hier. Ein Kurzfilm (5min), wie man Kaffee richtig macht. Ich mag vor allem die Kombination aus s/w Optik, Dreiteiler ohne Jacket getragen und Tattoos. Die hohe Wissenschaft der Kaffee-Chemie. Von wegen Weinkenner. Weinexpertise ist nur noch für die ewig gestrigen.

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Oder macht Konsum doch glücklich?

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Was Jens Jessen stört: Obama und die Hand in der Hosentasche

Im Zeit Magazin 6/2009 stört sich Herr Jessen an der Hand in der Hosentasche bei reden, weil er es als respektlos empfindet. Obama, Schröder, Berlusconi und Sarkozy hätten keinen Respekt vor ihren Zuhörern (den Parlamenten), wenn sie mit Hand in der Hosentasche reden halten würden, so Jessen. Jessen schwankt zwischen den Deutungen der Lässigkeit und der Respektlosigkeit dieser Haltung. Jessen empfindet die Geste als mangelde Selbstbeherrschung, die nicht Volkstümlichkeit ausdrückt, sondern mangelnden Respekt. Richtig wäre es demnach den Bürgern gegenüber auch bürgerliche Höflichkeit an den Tag zu legen. Hier irrt Herr Jessen. Der politische Bürger sollte getrennt werden vom Staatsbürger. Vielleicht hat Herr Jessen es ja vergessen, aber Bürger sind nicht nur im Bürgertum und bürgerlicher Habitus ist für die Mehrheit des Volkes eine skurrile Subkultur. Das französische kann das mit citoyen und XXXX gut differenzieren. Soweit ist die gesellschaftliche Differenzierung schon fortgeschritten.
Überhaupt ist die Einordnung des Zeichens deshalb sehr voreilig, weil die Deutung so lediglich innerhalb der Hochkultur vorgenommen wird. Die Hand in der Hosentasche ist für viele kein Zeichen besonderer Bedeutung, geschweige denn eines mangelnden Respekts. Das ist es allerdings für diejenigen, die nur aus konventioniertem und etikettiertem Verhalten Selbstbestätigung ziehen können. Sicherlich kann man darüber übereinstimmen, dass auch ein lässiges, entspanntes Gespräch mit voller Wertschätzung und Aufmerksamkeit des Gegenübers geführt werden kann. Gespräche unter Freunden neigen beispielsweise dazu. Was ihnen fehlt ist die Förmlichkeit, nicht der Respekt.
Zudem scheint es bei Machtmenschen wie Sarkozy und Berlusconi doch unwahrscheinlich, dass sie sich bei irgendwem anbiedern wollen. Aber eine entspannte Haltung Obamas vor der versammelten Politik, bei der er angetreten ist verkrustete Strukturen aufzubrechen, das sollte skeptisch machen. Fühlt er sich in diesen Strukturen so heimisch, dass er entspannen kann?

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Obamaisierung

Ein wunderschönes Politik-Video, passt auch zu Yes, We Can, das ich bereits vor einiger Zeit in den Staaten gebloggt hatte, das MC Yogi Video gibt es auch bei vimeo, so gebloggt von den Freunden von Fake Guru.

Obama ‘08 – Vote For Hope von MC Yogi

Hier noch mal das Video mit „Yes, we can“ von Will.i.am:

Politische Kultur verwendet Popkultur, im unteren Beipsiel Hip-Hop Samples oben eher Anleihen aus der klassischen Propagandaoptik des frühen 20. Jh.

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