Grün, Grün, Grün, ist alles was ich habe

Hier eine kleine Trendzusammenfassung mit vielen hübschen und interessanten Bildern und Links. Grün von der Rückblende bis heute. Kann grün mehr sein als eine Farbe? Klares Ja!

Weiterlesen:

Die Alte Sicht über Grün, das ist wenn man zuerst an den Müslifresser denkt. Na, ein Bild im Kopf? Gut. Das sollte ungefähr so sein: „(auch: Ökofritze, Posthippie) Der Müslifresser ist ein bärtiges Relikt aus den 80er Jahren das es sich zum Ziel gesetzt hat, mit Hilfe von Grünkern-Bratlingen, Protestsongs und „Atomkraft – Nein Danke!“-Buttons die Welt zu retten.“ Die volle Beschreibung gibt es hier – inklusive Aussehensbeschreibung.

Neu und grafisch aufgepeppt sieht das dann so aus:

Mymuesli.com

Wie Grün bin ich? Finde es heraus! Und wie sieht der ökologische Fußabdruck weltweit im Vergleich aus? Werfe einen Blick auf diese Karte. Siehe dazu auch einen jetzt.de Artikel.

Über Werbeslogans und den Trend der Nachhaltigkeit (Greenwashing) in ihnen, aus einer Studie des Trendbüros und Slogan.de:

„Motivierende Botschaften, die zum Handeln aufrufen („Tu, was Dir schweppt“), nehmen laut Mitteilung seit 2004 ebenfalls wieder zu. Das neu entdeckte «Grüne Bewusstsein» drücke sich in der Werbesprache in Attributen wie bio, bewusst, besser, wertvoll und nachhaltig aus. Und nach dem Billigtrend der vergangenen Jahre finde der Wunsch nach hochwertigen Produkten wieder Einzug in die Werbung: Wörter wie Qualität, Erfolg, Service, Erfahrung und Tradition zeugten davon.“ (ntv:Die zentralen Werbe-Wörter „Wir“, „besser“ und „bio“)

So bahnt sich denn auch unaufhaltsam ein neuer Gesellschaftstrend seinen Weg in die Werbung. Das neu entdeckte „Grüne Bewusstsein“ und der Wunsch der Menschen nach mehr Nachhaltigkeit drücken sich in der Werbesprache aus. Adjektive wie „bio“, „grün“, „bewusst“, „besser“, „wertvoll“, „nachhaltig“ oder „umweltbewusst“ sind häufige Repräsentanten einer bewussteren Konsumkultur. (Persönlich.de: Grüne Versprechen haben Konjunktur)

Werbung hat schnell den neuen Grün-Trend aufgegriffen. Natürlich ist Grün alt. Aber was neu ist, ist dass es nicht mehr um Verzicht geht. 100% Spaß bei x% weniger Schädlichkeit. Grün ist ein positiver Differenzierungsfaktor geworden, aber keine Spaßbremse mehr. Natürlich ist viel davon Greenwashing – über pupsende Kühe und Schweinetreiben in Autowerbung wurde da schon ausreichend geschrieben.

In den Staaten war ich in den letzten Tagen noch einmal in der Mall und habe bemerkt, das mich überall Grünes umgibt. Also habe ich angefangen Fotos zu machen. Hulk habe ich leider nicht, aber der war in Lebensgröße und Pappe. Dazu also meine Ausbeute und einige andere Dinge, die ich gefunden habe. Wenn das nur in einem Geschäft gewesen wäre, hätte es mich auch nicht gewundert. Aber offensichtlich ist grüne Produktgestaltung und Grün als Thema so weit vorgedrungen, dass es jetzt langsam H&M Mainstream tauglich ist. Grün scheint diese Saison zu sein was in der letzten der Totenkopf war. Aber Grün ist für den Frühling und Sommer eh viel netter. Was mich irritiert ist das 10-40% off: Sollen die Bücher in den Markt gedrückt werden oder sind sie Ladenhüter?

Nico Stehr hat letzten Freitag noch erzählt, dass er mit seiner „Moralisierung der Märkte“ offensichtlich einen Hype getroffen hat und Selbstvermarktung macht, Artikel schreibt und Interviews gibt ohne Ende. Dabei ist das Buch nun wirklich nicht populärwissenschaftlich. Eigentlich sollte man es dahingehend einmal aufarbeiten…

Rezensionen: ZEIT, Perlentaucher, Süddeutsche, FR, taz und taz2.

Moralisierung der Märkte

Trendbüro: Otto Konsumethik-Studie, Nachhaltigkeit, CSR und andere Themen identifiziert

Zukunftsinstitut: Nachhaltigkeit, CSR, etc.

Trendwatching: Eco-Iconic Trend

Nach den Büchern gab es dann einiges an Kleidung (wer sich dafür interessiert: „Travels of a T-Shirt“ von, wie ich sie immer nenne Dosen Ravioli – wegen des Anspruchs der Schreibweise).

Die grüne Tasche – Plastik muss offensichtlich in grün rehabilitiert werden und Liebe lässt sich recyclen:

und zum Abschluss noch ein Kampagnenmotiv der grünen Organisation schlechthin.

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