Der Brandenburger Badesee an sich

Pack die Badehose ein und ab in Wannsee: Kennt jeder. Letztens war ich mit meiner Mutter & Co an einem kleinen Badesee hier in Brandenburg am Stadtrand von Berlin. Und da hab ich mir so überlegt, der Badesee an sich, also seine phänomenologische Betrachtung, was macht den eigentlich aus? Und da sind mir neben den Familien, die baden waren, noch eine Gruppe Jugendlicher eingefallen. Die war so, wie man sie sich in Brandenburg vorstellt. Der Körper schien dann aber doch besser entwickelt zu sein, als der Geist, ihrem Verhalten nach zu urteilen. Es kamen schnell Sprüche zu Vaterlandstreue etc. Irgendwie finde ich ja, so eine Gruppe gehört im Sommer an einem brandenburger Badesee. Jugendliche sollen ja nicht abhängen, das macht sie ja gefährlich. Dann ja lieber baden – aber ohne mich. Das Neonazi-Vokabular beherrschten sie offensichtlich, gingen aber sehr flapsig damit um. Der Badesee war schön (kalt). Was ich jetzt aber außer dem Wasser und den Bäumen ringsherum an der Natur des brandenburger Badesees an sich (KWL bonmot!) hervorheben wollte, ist eben der rechtslastige Jugendliche. Der gehört doch eigentlich dazu, oder? Eigentlich so, wie das Grafitti „No Go Area“ auf einem Straßenschild am Zepernicker S-Bahnhof am Berliner Stadtrand.

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Eingeordnet unter Beobachtung, Berlin, Heimat, Orte, Vorurteile

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